Landesverband der Buckfastimker
Berlin - Brandenburg e.V.
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Liebe Mitglieder,
liebe Gäste,


der häufig hohe Varroa-Befall in den Bienenvölkern im Herbst 2009 verführte gern zu Spekulationen über dessen Herkunft.
Das Spekulieren begann 2009 aber schon im Frühjahr, mit dem oft nicht zu bändigenden Umweiselungswillen der Völker in der Frühtracht, auch wenn die Königinnen aus 2008 dort einen tadellosen Eindruck hinterlassen hatten.
Die Jungköniginnen, nunmehr die aus 2009, überzeugten die Völker teilweise nicht von ihrer Qualität und neuer Umweiselungswillen kündigte sich dort unmissverständlich an.
Trotz vieler Widrigkeiten lieferten die Völker ihren Imkern 2009 dennoch oft zufriedenstellende Erträge ab.

Schließlich waren die Futterbedarfsmengen für den Winter 2009/10 sehr unterschiedlich. Einige Völker brauchten gar nicht gefüttert zu werden; sie zeigten ausreichende Vorräte. Die Frage danach, aus welchen späten Quellen diese stammten, führte zu weiteren Verunsicherungen.

Im Herbst gab es teilweise Anzeichen von Nosemabefall und die betreffenden Völker flogen sich zügig ab. Sterbende Bienen waren in ihrer Umgebung unübersehbar. 
Seit den 50er Jahren findet man in fachlichen Veröffentlichungen gelegentlich Hinweise auf ähnliche Beobachtungen.  PSM waren die Auslöser.

Immer vernehmbarer werden Hinweise aus der breiten Imkerschaft auf die Rolle der Honigbiene, als der eines sensiblen Umweltindikators sowie deren Forderungen, in die Tests für die Zulassung systemisch wirkender Pflanzenschutzmittel auch etwaige Folgen langfristiger subletaler Effekte auf den Bien aufzunehmen. Wie steht es um die Umsetzung dieser Forderung? Und findet dabei auch das „Grundrauschen“ überhaupt irgendeine Beachtung?

Offiziell werden die Partnerschaft von Imker und Landwirt sowie die persönlichen Kontakte zwischen ihnen beschworen, wie auch der gleichzeitige Einsatz  immer effektiverer Pflanzenschutzmittel zur Sicherung höchster Ackerbauerträge. Das klingt schön, als könnten sie gemeinsam etwas zum Besseren wenden, trotz sachgerechten Umgangs mit Pflanzenschutzmitteln. Wie das, wer hat hier die Hausaufgaben nicht gemacht?

Es bleibt zu hoffen, dass die Bienen, stellvertretend auch für viele andere betroffene Insekten, den unbestrittenen Forschungsbedarf an ihren Lebens- und Sicherheitsgrundlagen weiträumig zu überdauern vermögen, nicht zuletzt im Interesse unserer Kinder und Enkel.

Daran wollen wir gemeinsam mitarbeiten!

 

                Der Vorstand 
(Landesverband der Buckfastimker
      Berlin – Brandenburg e.V.)

 

 

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© 2006 Landesverband der Buckfastimker Berlin - Brandenburg e.V. (LBBB e.V.)  -  letzte Änderung 02.05.2010